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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Unsicherheit nach 24h-Blutdruck-Messung
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BeitragVerfasst: 12.10.17, 17:36 
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Registriert: 12.10.17, 17:07
Beiträge: 1
Hallo,

Ich bin neu hier und wollte mal eine Frage stellen.

Ich selbst habe mich die letzten Jahre leider ziemlich gehen lassen. Als Bürotäter habe ich mich zudem falsch ernährt und auf 112kg gefressen (bei einer Größe von 1.80m). Zeitweise war das Gewicht auch höher, aber ich habe - endlich - angefangen, etwas dagegen zu machen. Derzeit bin ich 29 Jahre alt.
Seither achte ich auf meine Ernährung - allerdings eher traditionell, als mit irgendwelchen modernen Diäten. Und ich kümmere mich auch um die Bewegung.
Seit einem Umzug an einen neuen Arbeitsort geht es meist mit dem Rad zur Arbeit (und zu Erledigungen, wie Einkaufen), ich gehe einmal die Woche zum Badminton und habe auch - sehr vorsichtig - wieder angefangen mit Laufen. Früher bin ich lockere 10km am Abend gelaufen...früher - vor 20kg. Mit dem Laufen mache ich allerdings erstmal vorsichtig, um zu schauen, wie meine Gelenke reagieren. Hinzu kommt einmal die Woche für 60 Minuten schwimmen (schwimmen konnte ich schon immer gut und die Zeiten passen noch immer).

Nun musste ich zum Betriebsarzt und der hat - natürlich - festgestellt, dass ich Adipositas habe. Das war keine Überraschng und natürlich auch eigene Dummheit, wenn man sich selbst so fett frisst.
Nach der Blutdruckmessung hat er mich auch zur 24-Stunden-Messung geschickt.

Das habe ich zuletzt vor über zehn Jahren als Jugendlicher gemacht - damals war ich noch sportlicher. Bei jener Untersuchung damals war der Blutdruck schon recht hoch.
Die Systole lag tagsüber dicht an der 140, die Diastole meist dicht an der 90. Mein damaliger Arzt sagte immer, dass das kein Problem sei, da die Werte Nachts völlig ok waren.

Nun hat man mir auch dieses Mal dieses Gerät wieder an den Arm gefriemelt und ich musste damit eben herumlaufen. Ein ganz normaler Tag im Büro.
Leider bin ich ein Mensch, der auch permanent auf das Messgerät guckt und sogar auf die nächste Messung wartet.
Im Prinzip waren die Werte tagsüber meist zwischen 130 und 140 (selten drüber, selten drunter) und die Diastole fast permanent bei ca. 93. Erst Abends, als ich im Bett lag und las, stellten sich Werte von 120er / 70er ein. Irgendwie logisch: Ich lag ja.
Nachts konnte ich die Werte selbst nicht lesen (ich schlief ja), aber der Arzt meinte, die seien perfekt gewesen. Nächste Woche erhalte ich selbst noch den Ausdruck.
Dann wollen wir auch über eine Behandlung meines Bluthochdrucks sprechen - dass (speziell am unteren Wert, aber natürlich auch allgemein) was geschehen muss, ist ja völlig klar.

Was mich jetzt interessiert:
Wie kommt es eigentlich, dass Nachts die Werte plötzlich passen, aber tagsüber die Werte so hoch sind? Müssten die dann nicht auch Nachts zu hoch sein? Oder ist das normal, weil man liegt und das Herz weniger Arbeiten muss?

Kann der Blutdruck so irgendwie "genetisch" bedingt sein?
Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin dabei etwas am Gewicht und meiner Fitness zu machen - das auch nach UND unter ärtzlicher Untersuchung, um mir damit nicht mehr zu schaden. Ich nehme auch an, dass alleine dadurch der Blutdruck wieder sinken wird.
Mich wundert halt, dass die Blutdruckverteilung "damals" schon die gleiche war, als ich noch regelmäßig Sport gemacht habe und recht fit war.
Schon damals waren die Werte tagsüber im Grenzbereich und Nachts plötzlich super. Was kann man denn einem Fall machen, wenn der Blutdruck auch durch die Gewichtsreduzierung und Ausdauersport nicht groß weiter sinkt? Muss man dann dauerhaft Medikamente nehmen?


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BeitragVerfasst: 13.10.17, 07:53 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 11110
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
"Wie kommt es eigentlich, dass Nachts die Werte plötzlich passen, aber tagsüber die Werte so hoch sind"- da Sie den Organismus körperlich eben nicht belasten. Sie haben selbst die richtige Erklärung hierfür gefunden.
"Kann der Blutdruck so irgendwie "genetisch" bedingt sein?"- es gibt familiäre Häufungen.
Bei grenzwertigem Hypertonus würde ich zunächst eher zur Änderung des Lebenstils raten, in Ihrem Fall also Gewichtsreduzierung ( Ernährungsumstellung) und mehr Sport. Sie haben einen BMI von 34 ( leider verwendet man zu selten die hip/waist-ratio), oftmals gelingt es allein mit drastischer Reduzierung des Gewichts den Blutdruck zu normalisieren.
Wenn Sie bisher keine Probleme mit den Gelenken hatten, sehe ich keinen Gegengrund, mit einem Lauftraining über eine längere Distanz zu beginnen, im Winter 3-4 x pro Woche jeweils für 1 Std. auf das Fahrradergometer. Als Sportmediziner muß ich allerdings betonen, dass bei diesem Übergewicht die Ernährungsumstellung wichtiger ist, da Sie einen immensen Trainingsumfang pro Woche bewältigen müssten, um Gewicht zu verlieren. Auch eine Kontrolle der BLutfette ist angebracht, sicher aber bereits durchgeführt worden.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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